Die Tour zum Gardasee beginnt

11. Juni 2021

Es geht los

Morgens um Punkt 8 Uhr starteten wir unsere Tour Richtung Gardasee. Zuvor mussten wir noch zur Firma Yello Hummer in Weißenborn, denn dort wartete unser eigentliches Transportmittel. Ein Chevrolet Camaro Cabrio.

camaroNachdem alle Formalitäten geregelt waren und die förmliche Übergabe nebst Einweisung erfolgte, ging es dann endlich los. Zunächst fuhren wir die A9 Richtung München.  Aber die ersten Kilometer waren nicht einfach. Das Auto fühlte sich doppelt so breit an wie mein Golf und alle mir entgegenkommenden Fahrzeuge fuhren gefühlt mehr in meiner Spur als der ihren. Nach ein paar Kilometern und Kurven bekam ich dann aber mehr und mehr ein Gefühl für das Fahrzeug und seine 453 Pferdchen. Zum Glück war die Weg bis zur Autobahn nicht weit und somit die Fahrt auf den engen Kreisstraßen schnell zu Ende. Auf der Bundesautobahn lief dann alles erst einmal wie am Schnürchen.

Wir hatten Zeit und wollten gelassen das erste Etappenziel, den Tegernsee ansteuern. Mit dem verlassen des ehemaligen Staatsgebietes der DDR sollten wir  das Wort „gelassen“ dann doch neu definieren. Zu unserem Leidwesen hatten die Bayern aber beschlossen just an diesem Donnerstag Ihre Grünstreifen rechts und links der Autobahn zu mähen. So fuhren wir von einer Wanderbaustelle in die nächste. Dazu kam noch ein kleiner Stau.  So verschob sich unsere Ankunft in Bad Wiessee am Tegernsee auf auf 15 Uhr.

Ein bekannter Ort in völlig neuem Gewand

tegernseeVor 8 Jahren waren wir schon einmal in diesem wunderbaren Ort. Leider bei 4 Grad und Schneeregen. Von den Bergen fehlte leider jede Spur. Doch heute hatten wir mit dem Wetter richtiges Glück. Bei strahlendem Sonnenschein und einem Kaffee vom Italiener an der Ecke ließen wir uns auf einer Bank direkt am See nieder und bestaunten diese einmalige Landschaft. Dieses Mal jedoch „endlich“ in voller Pracht! Von hier aus begann anschließend die eigentliche Tour – meine erste durch die Alpen.

Nach dem kleinen Stopp am Tegernsee ging es nun also weiter gen Österreich. Nur wenige Kilometer später dann die Grenzkontrolle… mitten im Wald hatten die Österreicher doch tatsächlich einen kleinen,Tirol grünen Container aufgestellt und zwei Wachsoldaten davor stationiert. Der erste war dafür zuständig uns an den zweiten weiterfahren zu lassen. Es erinnerte etwas an einen Mc Donalds Drive In. Den zweiten interessierte das Ziel unserer Reise. Nachdem wir Ihm mitteilten, dass wir eigentlich nach Italien wollten, einer etwaigen Übernachtung in Innsbruck jedoch nicht abgeneigt wären, durften wir dann, unsere noch eilig in Leipzig erlangten Negativtests, vorzeigen. Interessant war, dass die deutschen Grenzschützer kein Interesse daran hatten Einreisende ins Bundesgebiet nach Ihrem Gesundheitszustand zu befragen. Es war einfach keiner da.

Tirol here we come ...

Nach erfolgreicher Einreise erwartete uns bis Innsbruck eine beeindruckende Bilderbuchlandschaft. Nach jeder Kurve zeigte sich die Tiroler Bergwelt von einer immer neuen, noch atemberaubenderen Schönheit. Die Gipfel waren zum Teil mit Schnee bedeckt und zu Ihren Füßen erstreckten sich smaragdgrüne Seen.

Kurz vor Erreichen unseres Tagesziels Innsbruck stand uns noch die „Schussfahrt“ ins Inntal bevor. War ich bis zu diesen Minuten noch fest davon überzeugt, dass die Kreisstraßen in Thüringen extrem schmal sind, sollte ich nun eines Besseren belehrt werden. Was in Deutschland nicht einmal für einen Fußweg reicht, gilt hier als zweispurige Straße.HRC Innsbruck

Das wäre alles auch noch mit etwas Rücksicht und Kollegialität im Straßenverkehr zu verkraften gewesen. Leider aber hielten sich die Einheimischen weder an die Geschwindigkeit noch an die Fahrbahnmarkierung. So versuchte ich immer weiter nach rechts auszuweichen. Die unnachgiebige Felswand am rechten Fahrbahnrand erschwerte mir dies aber zunehmend. Letztendlich brachte ich uns und das Auto ohne Schramme nach Innsbruck wo wir standesgemäß im Hotel „Leipziger Hof“ eincheckten. Wir noch ins Hard Rock Cafe und aßen Abendbrot bevor wir tot müde in  unsere Betten fielen.

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