Über das Allgäu nach Hause

24. Juni 2021

Frühstück

Die Rückfahrt ins Allgäu

Am Montag nun hieß es leider schon wieder Abschied nehmen vom Gardasee und Malcesine. 3 Tage waren definitiv zu kurz, um all das richtig genießen zu können. Nach einem letzten Frühstück auf der Terrasse des Hotels und einem letzten wehmütigen Blick auf den See, ging es gegen 10 Uhr auf die Rückfahrt. Als letztes Ziel unserer Reise stand noch das Allgäu und Schloss Neuschwanstein auf dem Plan. Eine Strecke von rund 370 km und ca. 5-6 Stunden Fahrt (inkl. Pausen).

So wählten wir für die Rückfahrt auch die Autobahn bis Innsbruck. Anders wäre die Strecke nicht zu schaffen. Natürlich ist diese Route bei Weitem nicht so spektakulär wie die Landstraßen auf der Hinfahrt. Aber wir hatten uns ja auch vorgenommen, am Nachmittag noch Schloss Neuschwanstein zu besichtigen.

So verließen wir Venetien gen Autobahn und kamen bis Innsbruck auch sehr gut durch. Bei max. Tempo 130 auf italienischen und österreichischen Autobahnen konnte der Camaro auch beweisen, dass man einen V8 mit Zylinderabschaltung gut mit 6 l/100km bei Tempo 130 fahren kann.

Man sieht die Zugspitze vor lauter Bergen nicht

ZugspitzeNach Innsbruck ging es dann ostwärts noch ein Stück Autobahn und danach über die Fernpassstraße gen Füssen. Diese Landstraße bot wiederum sehr schöne Panoramen und nötigte uns noch den ein oder anderen Stopp ab um ein Foto zu machen.

Leider rechneten wir nicht damit, dass die Forstbetriebe der Alpenrepublik gerade heute eine große Baumfällaktion geplant hatten. So kam es wie es kommen musste und wir standen im Stau. Eine gefühlte Stunde ging nichts mehr. Die geplante Besichtigung von Schloss Neuschwanstein verschoben wir schon vorsorglich auf die frühen Morgenstunden des nächsten Tages. Schließlich wollten wir auch noch den Wellnessbereich unseres Hotels „Das Weitblick Allgäu“ in Marktoberdorf nutzen.

Was wir erst später, Dank einerGasthauswerbung mitbekamen, das große Bergmassiv, welches die gesamte Wartezeit vor uns lag, war die Zugspitze. Naja von österreichischer Seite sieht die halt irgendwie anders aus. Irgendwann ging es dann auch relativ zügig weiter und mitten in einem der unzähligen Tunnel sagte uns ein Schild, dass wir wieder in Deutschland seien. Wenig später erreichten wir das Hotel, in welchem wir gleich mit der freundlichen Frage begrüßt wurden „Haben Sie einen negativen Test dabei oder sind geimpft oder genesen?

Meine Frage ob Gesund auch was zähle, mussten die Damen am Empfang leider verneinen.
Zum Glück hat ja jeder aktuell eine Familienpackung Schnelltests dabei und so bewiesen wir in der Lobby, dass wir würdig waren unser Zimmer zu beziehen. Ja wir waren endlich wieder da und sogar in Bayern, wo man FFP2 Maske auch gern im Außenpoolbereich trägt.

Nach der langen Autofahrt war der Pool auch unser nächstes Ziel. Das Wetter war herrlich und so genossen wir die letzten Sonnenstrahlen dieses Tages im 28 Grad warmen Wasser. Dazu hatte jeder ein Gläschen warmen Pfefferminztee in der Hand. Etwas anderes gab die Poolbar leider nicht her.

Das Weitblick Allgäu

das_weitblick.jpg
©Fotografin: Katja Fouad Vollmer
4/5

Schongauer Str. 48
87616 Marktoberdorf
Telefon +49 (0) 8342 41010
Email: info@weitblick-allgaeu.de

Neuschwanstein

Am nächsten Morgen hieß es schnell alles zusammenpacken, frühstücken und ab Richtung Schloss Neuschwanstein. Unser Ziel war es, noch vor den vielen Bussen mit asiatischen Reisegruppen das Schloss zu erreichen. Eine Führung hatten wir nicht eingeplant, denn so schön und märchenhaft das Schloss da auf dem Felsen steht, so wenig wirklich alt ist es. Ludwig II von Bayern ließ es im 19 Jhd. im Stile einer mittelalterlichen Ritterburg errichten. Am großen Parkplatz angekommen, stellten wir beruhigt fest, dass wir wohl wirklich mit zu den ersten Besuchern dieses Tages zählten. Den etwas beschwerlichen Aufstieg bei sehr sommerlichen Temperaturen erleichterte uns ein Fiaker. Mit welchem wir für 7 Euro p.P. zum Fuße des Schlosses gefahren wurden. Die Pferde dieses Gespannes waren auch nur noch „Attrappe“. Auch hier hielt die E-Mobilität Einzug. Die Kutsche wurde Dank hybriden Elektromotor und 2 PS relativ zügig angetrieben.

Oben angekommen begann auch schon das Fotografieren. Das Schloss in seiner weißen Farbe, unter blauem Himmel und gerahmt im Grün des Allgäuer Bergwaldes ist schon beeindruckend. Auch der Fernblick auf Füssen und seine zahlreichen Seen. Leider war die Marienbrücke, von welcher man ein super Foto Spot auf das Schloss hat wegen Bauarbeiten gesperrt. So blieb uns nur der Rundgang direkt an den Mauern des Schlosses.

Mittlerweile zeigte das Thermometer auch schon fast 30 Grad und die Uhr zeigte die 10. Stunde. Nun wurde uns so langsam bewusst, dass wir ja noch den Abstieg und die Fahrt nach Leipzig vor uns hatten. Den Camaro mussten wir bis 17 Uhr abgeben und bis dahin lagen noch 500km vor uns.
Also hieß es schnellstens runter vom Berg, vorbei an Gaststätte mit Haxen und Semmelknödel, Brezeln und kühlen Getränken. Zu Essen und zu Trinken bekommen wir auch auf der Autobahn, meinten wir…

Leider sind in Bayern sämtliche Raststätten an der Autobahn geschlossen. So gelang es uns erst kurz nach Bayreuth, abseits der Autobahn in einem Gewerbepark einen geöffneten Mc Donalds zu finden. Ein freundliches „Willkommen bei McDonalds“ hörten wir leider nicht. Eine sehr engagierte Mitarbeiterin dieser Filiale befragte und schon an der Eingangstür, ob wir beabsichtigen vor Ort zu essen, oder das gekaufte Fastfood mitzunehmen. Es war wie die Abfrage einer Parole um Einlass gewährt zu bekommen. Glücklicherweise waren wir ja in Zeitnot und entschieden und für die richtige Antwort „Mitnehmen“. Sodann wurde uns Einlass gewährt und wir durften der Systemgastronomie und Ihren verführerischen Angeboten frönen.

Um 16:45 Uhr, also fast eine Punktlandung, brachten wir das Auto seinem Besitzer völlig unbeschadet und vollgetankt zurück. Der Wechsel in den Golf GTI allerdings fiel extremer aus als gedacht. Man meinte in einem VW Bus zu sitzen und die Leichtgängigkeit des Lenkrades lies an ein Bobby Car erinnern. Zudem vermittelte die Scheiben des Golfs einem den Eindruck in einer Glaskuppel zu sitzen. Da war der Camaro was die Rundumsicht anging schon sehr eingeschränkt.
Aber auch die letzten 100 km bis Taucha schafften wir und kamen Punkt 18 Uhr an.

Alles in allem eine atemberaubende Reise durch traumhafte Landschaften und einem Auto, was anspruchsvoll ist aber jede Menge Spaß macht. Diese Reise werde ich wohl nächstes Jahr wiederholen. Allerding ohne den Camaro.

Strecke: 1700 km
Durchschnitt: 76 km/h
Verbrauch: 10,2l/100km
Schäden: keine 🙂

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