Malcesine am Gardasee

12. Juni 2021

Die alte Brennerstraße entlang

Nach einer relativ kurzen Nacht verließen wir Innsbruck um 9 Uhr morgens und starteten erst einmal Richtung Brenner. Dabei wählten wir bewusst die alte Brenner Straße und nicht die Brennerautobahn. Schließlich wollte ich die Natur genießen, anhalten wo immer es möglich war und fotografieren.

Die Fahrt heraus aus dem Inntal war nicht weniger anspruchsvoll wie die gestrige Fahrt hinein. Sehr viele, sehr enge Kurven. Dazu kamen etliche Radsportler und Linienbusse, welche sich ebenfalls mehr oder weniger den Berg hinauf quälten. Dies war uns aber relativ egal. Eilig hatten wir es ja nicht. Leider nahm ich die ein oder andere Kurve wohl doch etwas zu schnell, bzw. der permanente Wechsel zwischen Rechtskurven und Linkskurven ließ meinen Beifahrer kurzzeitig etwas schwächeln.

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Am Brenner

am brennerZum Glück wurden die Kurven dann aber auch weniger und der Abstand zwischen Felswand auf der einen und Abgrund auf der anderen Seite wuchs deutlich. Unsere Fahrt ging weiter durch kleine Orte mit wunderschönen Häusern, Bergbauern, die Ihre Schafe und Kühe auf die Weiden führten. Ständig kreuzten wir die Brennerautobahn, welche sich majestätisch auf hohen Pfeilern erhob. Nach ca. 1 Std. reiner Fahrtzeit kamen wir auch schon am Brenner an.

Dieser Ort war wohl für mich das Unscheinbarste und eigentlich hatte ich mir diesen ganz anders vorgestellt. Würde man den Namen nicht groß an einem Outlet Center oder am Bahnhof lesen können, wäre ich wohl einfach durchgefahren und hätte überhaupt nichts bemerkt. Die Italiener hatten auch keinerlei Interesse daran und zu kontrollieren. Kein Mensch zu sehen weit und breit. Einzig die Österreicher wieder. Die checkten jeden Einreisenden aus Italien kommend ab.

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Wir hielten erst einmal an und genehmigten uns den eingeplanten Cappuccino nebst einem Vanille Croissant. Wenig später ging es dann auch schon weiter zu unserem eigentlichen Ziel, Malcesine am Gardasee. Wir fuhren über Sterzing, Brixen, Bozen durch Südtirol, vorbei an endlosen Apfelplantagen, herrlich üppig grünen Hängen und ersten Zypressen.

Auch die ein oder andere Palme war schon zu sehen. Die Sonne brach durch die Wolken durch und sofort wurde es richtig warm. Weiter ging es nach Trentino. Aus den Apfelplantagen wurden Weinreben und die Architektur nahm mediterrane Züge an. Die Häuser bekamen Terrakotta Dächer und mehr und mehr verschwanden auch die letzten deutschen Wörter auf den Schildern rechts und links der Straße.

Das erste mal in Italien

Mittlerweile war es schon sehr warm und wenn man ein Cabrio fährt, möchte man dies auch nutzen. So öffneten wir das Dach des Camaro und genossen die Sonne. Naja ehrlich gesagt fuhren wir nicht sehr lange so offen. Denn auf der Strecke ging es durch viele sehr lange Tunnel und die Geräuschkulisse in diesen ist alles andere als angenehm. So schlossen wir das Verdeck erst mal wieder und als hätten wir es geahnt, ging wenig später doch tatsächlich ein kurzer aber heftiger Regenschauer hernieder. Glück gehabt.

Die letzten Kilometer Richtung Gardasee glichen dann mehr und mehr einem Bilderbuch. Grüne Seen mit Zypressen gesäumten Ufern, einer kleinen Insel mit einem Castello mitten drin. Ich musste mich wirklich bremsen um nicht an jeder Biegung anzuhalten um Fotos zu machen. Gegen 16 Uhr kamen wir dann am Gardasee an.

Und ca. 20 min später erreichten wir auch Malcesine und unser Hotel „Maximilian“. Unser Zimmer hat Balkon mit direkten Blick auf den See und wenn man, wie ich jetzt hier auf dem Balkon sitzt, umgibt einen ein extrem intensiver Geruch von Jasmin. Der gesamte Garden des Hotels ist voll mit Jasmin, Zitronen- und Olivenbäumen. Es gibt einen Innen und einen Außenpool, Sauna sowie Fitnessräumlichkeiten. Am Abend gingen wir noch in ein Restaurant und gaben uns die Klassiker der Cucina italiana. Danach gab es noch etwas Fussball, es spielte Italien gegen die Türkei und dann fielen uns auch schon die Augen zu.

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