Später Besuch und alte Bekannte

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Später Besuch und alte Bekannte

Am  Nachmittag unseres ersten Tages stand noch da obligatorische Treffen mit dem Reiseleiter auf dem Programm. Da dies nun schon unser dritter Aufenthalt in Kenia ist konnte er uns nicht mehr wirklich viel Neues erzählen. Aber für jeden Urlauber, der vorher noch nicht in Kenia war ist diese Veranstaltung hier wesentlich wichtiger als beispielsweise in der Türkei, wo es am Ende doch immer auf ein verkaufen von zusätzlichen Ausflügen hinaus läuft. Hier aber erfährt man doch sehr interessante Dinge. Dies fängt schon beim Umgang mit dem „Beachboys“ an.
Nein ich meine nicht die kalifornische Band der 70iger. Als Beachboys bezeichnet man hier die Einheimischen, die am Strand versuchen den Urlaubern Ausflüge, Bootstouren und Holzandenken zu verkaufen.
Auf den ersten Blick eine sehr nervige Sache, kommt man doch nicht so ohne Weiteres an diesen beharrlichen und multilingual beschlagenen Verkäufern vorbei um das Meer zu genießen oder am Strand zu spazieren. Aber man sollte eines nicht vergessen, diese Menschen und Ihre Familien leben davon. Für uns Urlauber gibt es aber einen ganz simplen Trick um Ruhe zu haben und auch einmal 10 Meter laufen zu können ohne das nächste Gespräch beginnen zu müssen. Man kauft einfach einem Verkäufer ein kleines Holzschild oder einen geschnitzten Elefanten ab. Das kostet nicht viel, Verhandeln ist Pflicht und 50% sind immer drin, und man ist sozusagen registriert. Man “ gehört“ jetzt diesem Verkäufer und alle anderen lassen einen in Ruhe.

Warum ich hier so weit aushole….? Zwei dieser Verkäufer lernten wir in unserem ersten Urlaub in Kenia 2007 kennen, Klaus und Chicago. Natürlich heißen die nicht wirklich so aber die Beachboys geben sich Namen um es für uns Europäer und Deutsche leichter zu machen sich diese zu merken.

Auch wir kauften von beiden erst ein kleines, geschnitztes Holzschild mit Namen und einen Elefanten, später dann von Ihren Frauen noch ein Tuch. Wir unterhielten uns viel und erfuhren so auch Dinge über das wahre Leben in Kenia. 2009 trafen wir beide wieder und unsere Vertrauen war so groß, dass wir sogar mehrere Auflüge über sie buchten und wir einen sogar auf die Ausflüge als Guide mitnahmen. Man könnte fast von Freundschaft sprechen. Dieses Jahr nun versuchte ich wieder die beiden zu finden. Leider ohne Erfolg. Man sagte mir gestern, dass Klaus gestorben sei und Chicago nicht mehr am Strand arbeiten dürfe. Man wollte Chicago Bescheid sagen dass wir wieder da sind. Bei heutigen Strandspaziergang wartete er wirklich abseits des Hotels auf uns. Natürlich fragte ich Ihn was passiert sei und wie es Ihm gehe. Er erzählte mir was geschah.

Beide aßen ein Schildkröte die wohl nicht mehr so ganz frisch war. Klaus verstarb an der Vergiftung und Chicago  verbrachte 4 Montae im Krankenhaus. Nun darf er nicht mehr am Strand arbeiten sondern muss erst seinem Chef den „Verdienstausfall“ bezahlen. Ich habe heute versucht seinen Chef zu sprechen bzw. ihm ausrichten lassen, dass ich Chigaco gern helfen möchte, sodass er wieder am Hotel arbeiten darf und damit wieder Geld für sich uns seine Familie verdienen kann. Mal sehen was morgen dabei heraus kommt.

Gestern Abend gab es noch Besuch von einer Affenbande, die kamen frech wie Oskar an die Tische und bedienten sich in einer Selbstverständlichkeit an allem was auf dem Tisch stand und lag. Eine Vorliebe zu Cocktailkirschen und  Magaritas lies sich dann doch erkennen. Aber auch Pommes und Cola dienten als Ersatz. Wertgegenstände sollte man da ganz schnell in Sicherheit bringen, denn ein Reisverschluss ist für diese frechen Primaten absolut kein Hindernis.

Von | 2017-09-13T18:07:15+00:00 September 13th, 2017|Allgemein|0 Kommentare

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